scholarium · anno MMVI · Wien · Zug
scholarium

§Anno MMVI · Wien · Zug

Die Wiener Tradition
als Werkstatt.

scholarium führt seit zwanzig Jahren ein interdisziplinäres Programm fort, das die akademische Welt fast vergessen hat: Ökonomie, Psychologie, Geopolitik, Technologie und Kultur als eine Wirklichkeit denken, geprüft an realen Entscheidungen. Aus dieser Arbeit wächst ein Portfolio rund um Technologie, Bitcoin, Privatsphäre und Orte für Ortsunabhängige.

Scholien. Die monatlichen Glossen von Rahim Taghizadegan am Rand der Gegenwart. In der Tradition der mittelalterlichen Randbemerkungen, in der Denkweise der Wiener Schule.

Monatlich. Abbestellung in jeder Ausgabe möglich.

Die Scholien bleiben der freie Einstieg. Der Salon öffnet den geschützten Kreis.

MMVIGegründet
IVPortfoliofelder
BTCTreasury
IIIKontinente

§Was scholarium leistet

Die Wiener Tradition war einmal das schärfste Werkzeug des Westens zur Analyse menschlichen Handelns. Bevor sie nach 1938 emigrierte und nach 1980 zur ideologischen Marke der „Austrian School“ verflachte, war sie ein interdisziplinäres Programm: Wirtschaft, Psychologie, Recht, Geld und Kultur als eine einzige Wirklichkeit denken, in der Entscheidungen Folgen haben und Wissen verteilt ist.

Heute liegen die Anwendungen offen. Bitcoin lässt sich erst mit Mengers Theorie der Geldentstehung verstehen. Eine Standortwahl wird präziser, wenn Hayeks Aufsatz über verteiltes Wissen mitarbeitet. Mises' Praxeologie prüft jede Lage gegen ihre tatsächlichen Bedingungen. Und was Unternehmer wirklich tun, hat Kirzner als Entdeckungsverfahren beschrieben, lange bevor wir es selbst benennen konnten.

Man könnte daraus Vorlesungen machen, Lehrpläne, Zertifikate; der Markt dafür ist gross und die Nachfrage verlässlich. Theorie, die etwas taugt, reift allerdings an realen Entscheidungen: am eigenen Unternehmen, an der Vermögensanlage, an Standorten auf drei Kontinenten, an einer Verlagsarbeit, die seit zwanzig Jahren Bücher hervorbringt, an einem jungen Portfolio, das aus den eigenen Gesprächen entsteht. Wer aufgenommen wird, betritt diesen Arbeitszusammenhang.

§Salon

Der geteilte Salon.

Der Salon war immer mehr als eine Veranstaltung. In der Wiener Tradition war er ein intimer Raum, in dem Theorie, Praxis und Kultur einander begegneten: ein Gespräch unter Menschen, die etwas zu sagen hatten und einander zuhören konnten. Wer ihn als Konferenz missversteht, hat ihn nie erlebt.

Ein solches Wohnzimmer lässt sich heute nicht einfach wiederherstellen; die Wege sind weiter geworden, die Zeit unruhiger, und das scholarium ist längst kein Wiener oder Zuger Projekt mehr. Der neue Salon folgt deshalb Rahims Wegen und entsteht dort, wo persönliche Begegnung möglich wird: in Wien, Zug, Istrien, Madeira, auf Reisen, in kleinen Runden mit Unternehmern, Denkern und Familien. Nicht jeder Salon hat ein Datum im Kalender; manche entstehen, weil sich am richtigen Ort die richtigen Menschen treffen.

Wie an der alten Universität beginnt die Teilnahme mit der Inskription: einer einmaligen Einschreibung, die den Platz im Salon eröffnet und nicht jedes Jahr erneuert werden muss.

Die Schwelle hat einen Zweck. Offenheit braucht einen Kreis, der einander verpflichtet ist: Wer hier spricht, nimmt kein Blatt vor den Mund, und das verträgt keine Laufkundschaft. Vertrauen beruht auf Gegenseitigkeit; die Inskription ist ihre Form.

Ein Teil der Gespräche bleibt den Mitgliedern erhalten und wird im geschützten Kreis geteilt; öffentlich wird davon nichts. Gute Gespräche gehen so nicht verloren, sie lassen sich weiterhören und weiterdenken.

Einmal im Jahr versammelt sich der verstreute Kreis an einem gemeinsamen Ort; der Alpen-Adria-Salon und seine Nachfolger sind der Höhepunkt des scholarium-Jahres. Der Salon ist auf 144 Plätze begrenzt, zwölf mal zwölf. Mehr trägt ein Kreis nicht, der persönlich bleiben soll.

144 Plätze · zwölf mal zwölf

Salonplatz

CHF 1.440 · einmalige Inskription

Ein Quadrat, ein Platz

  • Ein Platz im geschützten Kreis
  • Die Gespräche des Salons, zum Nachhören
  • Die digitale Bibliothek: zwanzig Jahre verdichtete Lektüre
  • Bevorzugte Einladungen zu Seminaren und Reisen
Salonplatz sichern

Kursgebühren sind nach dem letzten Termin verbraucht; Mitgliedschaften verfallen mit der nächsten Rechnung. Die Inskription erwirbt dagegen einen Platz, und der Platz bleibt: persönlich, übertragbar, verkäuflich, wie ein Sitz an den alten Börsen. Sein Wert hängt am Kreis. Die Bibliothek wächst, die Aufzeichnungen sammeln sich an, das Netzwerk verdichtet sich; die Zahl der Plätze bleibt bei 144.

Drei Stunden Wirtschaftskanzlei kosten in Zug dasselbe; zurück bleibt ein Aktenvermerk. Was ein Einwand zur rechten Zeit wert ist, vor einer Standortwahl, einem Verkauf, einer grossen Allokation, lässt sich vorher nie beziffern und nachher kaum überschätzen. Wer eines Tages ausscheidet, gibt den Platz weiter oder verkauft ihn.

Reise, Unterkunft und besondere Formate werden separat reserviert.

§Was der Zugang bedeutet

Im Salon finden Seminare und Kurse statt, gemeinsame Abendessen, Gespräche bis in die Nacht und Privatissima, die persönliche Arbeit an einer einzelnen Frage. Es ist die Gelegenheit, die Österreichische Schule in ihrer einzig brauchbaren Form zu lernen: als Werkzeug, direkt von einem der letzten, der sie in ungebrochener Tradition vertritt.

Wer teilnimmt, übt das souveräne Denken und Handeln ein: eigene Themen zu vertiefen, praktische Entscheidungen kritisch zu prüfen und reifen zu lassen, bevor sie fallen. Unternehmen, Bildung, Karriere, Lebensweg, die Fragen, an denen sich entscheidet, wie jemand lebt und wirtschaftet.

Coaching-Rhetorik und Guru-Posen halten sich in diesem Kreis nicht lange; wer dergleichen sucht, findet günstigere Anbieter. Geprüftes Wissen, gelebte Erfahrung und ein Netzwerk, das im Ernstfall trägt, sind leider nicht skalierbar. Darum die 144.

§ AktionäreHauptbuch · Anno MMXXVI

Kontor

Aus Denken werden Betriebe.

Ein Kontor war in Mittelalter und früher Neuzeit ein Knotenpunkt: Wohnsitz, Lager, Rechtsraum, Verbindungspunkt zu einem Netzwerk, das größer war als der Ort, an dem es stand. Die Hanse hielt Kontore in London, Bergen, Brügge und Nowgorod; die alt-österreichischen Lande hingen über die Alpenpässe am Mittelmeer-Handel.

scholarium ist in diesem Sinne ein Kontor. Aus der Bildungsarbeit entsteht ein Portfolio; aus dem Netzwerk entstehen Werke. Sichtbar wird hier das Portfolio, das aus dem Unternehmen wächst; ein Anlageangebot liegt darin nicht.

Aus der Bildungsarbeit heraus liegen die Portfolio-Schwerpunkte auf Technologie, Bitcoin, Privatsphäre und Infrastruktur für ortsunabhängige Menschen.

Portfoliofelder

allgemein statt register

01

Technologie

Werkzeuge für Wissensverarbeitung, Eigentum, Kommunikation und unternehmerische Handlungsfähigkeit.

02

Bitcoin

Infrastruktur und Beteiligungen rund um hartes Geld, Self-Custody und digitale Eigentumsordnung.

03

Privatsphäre

Schutzräume für Denken, Vermögen, Kommunikation und persönliche Entscheidungen.

04

Orte für Ortsunabhängige

Standorte, Gastgeber und Netzwerke für Menschen, die Jurisdiktion, Familie und Arbeit beweglich denken.

Wer als Aktionär in das Kontor eintreten möchte, schreibt an info@scholarium.at.

§Rahim Taghizadegan

Rahim Taghizadegan in der Bibliothek des scholarium

Der letzte österreichische Vertreter der Österreichischen Schule in direkter Tradition. Schüler von Roland Baader und Hans H. Hoppe. Erster Ökonom, der Bitcoin in Universitäts-Curricula integrierte. Autor mehrerer Standardwerke zur Österreichischen Schule und zur Vermögensanlage.

Das Ungewöhnliche ist die Deckung von Lehre und Praxis: Er unterrichtet Unternehmertum als Unternehmer, hat früh in Bitcoin investiert, als die Zunft das Thema noch mied, und baut die Standorte, über die andere bloss referieren, selbst auf.

Vollständiges Profil →

Wer regelmässig mitlesen möchte: die monatlichen Scholien gehen kostenlos an alle, die sich eintragen.