Scholien

Eine Anthropologie des Wohlfahrtsstaates

20. September 2015

Seit Anbeginn des Wohlfahrtsstaates warnen Ökonomen vor Finanzierungsproblemen und einer Verschuldungsspirale. Warum konnten diese Argumente bislang nicht überzeugen? Für die meisten Menschen ist der Wohlfahrtsstaat eine anthropologische und moralische Notwendigkeit, daher beeindrucken ökonomische Argumente kaum. Der Mensch kommt als das lebensunfähigste Tier auf die Welt und erfährt von klein auf Abhängigkeit und Fürsorgeverantwortung. Als soziale Wesen empfinden wir instinktiv, dass es gelegentlich nötig ist, ...

Geschichte der Geldordnung

16. September 2015

Im Stift Seitenstetten trafen sich Engagierte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die sich der Reform des Geldsystems verschrieben haben. Mir gedachte man die – freilich unmögliche – Aufgabe zu, eine kurze Einführung in die Geldgeschichte zu geben. Geldgeschichten lassen sich viele in Kürze und Würze erzählen, doch hat dies stets den Preis einer gewissen Einseitigkeit. Es ist der verhängnisvolle Irrtum des Historismus, dass die ...

Namensgebung

12. September 2015

Auf der Suche nach einem Namen für unser neues Bildungsprogramm stellte ich fest, wie schwierig es mittlerweile ist, neue Marken zu entwickeln. Nur wenige gute Ideen sind noch unbesetzt, denn die weltweite Kreativität findet in der englischen Sprache doch einen nur relativ kleinen Acker vor. Englisch ist die neue Weltsprache, und wer ein internationales Publikum ansprechen möchte, kommt kaum daran vorbei. Seien wir ...

Die Alpenphilosophie

8. September 2015

Vor kurzem erschien ein sehr schönes Buch von uns, unter dem vielleicht überraschenden Titel Die Alpenphilosophie". Wir hatten dabei das Ziel, mit subtil-subversiver Philosophie (und reichlich ökonomischer Bodenständigkeit) das breitestmögliche Publikum zu erreichen. Es ist ein Buch, das Sie zugleich Großeltern und Enkelkindern schenken können, nicht nur Akademikern, sondern einfachen Menschen, die mitten im Leben stehen, für die wir in diesem Buch auch ...

Informationsökonomik

4. September 2015

In Zeiten der Informationsinflation scheint es kein Zuviel an Kommunikation geben zu können, alle müssen immer mehr und immer lauter hinausposaunen, damit überhaupt noch irgendein kümmerlicher Rest beim Adressat ankommt. Reste haben aber das Problem, Bruchstücke zu sein, denen der Kontext fehlt und deren Wirkung wir nicht mehr in der Hand haben. Gerade weil so viel Information draußen ist, begehren wir nach mehr und ...